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24 Stunden Betreuung

Sicherheit und Geborgenheit im eigenen Zuhause

Orientierung für Angehörige. Wissen rund um Pflege, Betreuung und ein selbstbestimmtes Leben im Alter.

Herzlich Willkommen im Blog von Team Eichmann. 

Hier finden Sie verständliche Informationen rund um die 24-Stunden-Betreuung, Tipps für Angehörige sowie Antworten auf häufige Fragen.

 

Unser Ziel ist es, Orientierung zu geben und Sie auf Ihrem Weg zu begleiten.

Wann braucht man eine 24-Stunden-Betreuung?

Am Anfang ist es vielleicht nur der Einkauf, der übernommen wird.

Später kommen Arzttermine hinzu, das Vorbereiten der Mahlzeiten oder die Erinnerung an wichtige Dinge. Irgendwann klingelt das Telefon häufiger: Ist alles in Ordnung? Wurde gegessen? Ist jemand gestürzt? Wurde die Haustür abgeschlossen?

Der Unterstützungsbedarf entsteht selten von einem Tag auf den anderen. Meist wächst er langsam – und mit ihm die Verantwortung der Angehörigen.

Deshalb ist die Frage, wann eine 24-Stunden-Betreuung notwendig wird, oft nicht leicht zu beantworten. Es gibt nicht den einen Moment, der für jede Familie gleich ist. Es gibt jedoch Anzeichen, die zeigen, dass gelegentliche Hilfe möglicherweise nicht mehr ausreicht.

Nicht das Alter entscheidet, sondern der Alltag

Lächelnde Betreuerin reicht älteren Dame eine Tasse Tee.

Eine 24-Stunden-Betreuung wird nicht allein aufgrund eines bestimmten Alters benötigt. Entscheidend ist, wie selbstständig und sicher ein Mensch seinen Alltag noch bewältigen kann.

Manche ältere Menschen leben trotz körperlicher Einschränkungen lange selbstständig. Andere benötigen nach einer Erkrankung, einem Sturz oder aufgrund zunehmender Orientierungsschwierigkeiten innerhalb kurzer Zeit mehr Unterstützung.

Die wichtigste Frage lautet daher nicht:

„Ist unsere Mutter oder unser Vater schon alt genug für eine Betreuung?“

Sondern:

„Ist ein sicherer und würdevoller Alltag zu Hause ohne regelmäßige Unterstützung noch möglich?“

Diese Anzeichen können auf einen zunehmenden Betreuungsbedarf hinweisen

Ein einzelnes Anzeichen bedeutet nicht automatisch, dass sofort eine 24-Stunden-Betreuung notwendig ist. Treten jedoch mehrere Veränderungen gleichzeitig auf oder nehmen sie deutlich zu, sollte die Betreuungssituation gemeinsam betrachtet werden.

Die Körperpflege gelingt nicht mehr zuverlässig

Duschen, Anziehen, Toilettengänge oder die tägliche Körperpflege werden zunehmend schwierig. Vielleicht wird Hilfe abgelehnt, weil es unangenehm ist, darüber zu sprechen. Häufig versuchen Betroffene auch lange, ihre Schwierigkeiten vor der Familie zu verbergen.

Spätestens wenn die Körperpflege regelmäßig ausfällt oder ein erhöhtes Sturzrisiko besteht, wird verlässliche Unterstützung wichtig.

Essen und Trinken werden vernachlässigt

Der Kühlschrank bleibt leer, Mahlzeiten werden ausgelassen oder Lebensmittel verderben unbemerkt. Manche Menschen vergessen zu trinken, verlieren an Gewicht oder ernähren sich fast nur noch von wenigen, leicht erreichbaren Lebensmitteln.

Hier geht es nicht nur um das Kochen. Es geht darum, ob regelmäßig gegessen und getrunken wird und ob jemand Veränderungen rechtzeitig bemerkt.

Zum Video: Braucht meine Mama Betreuung?

Die Mobilität nimmt ab

Unsicheres Gehen, Schwierigkeiten beim Aufstehen oder wiederholte Stürze sind deutliche Warnzeichen. Auch die Angst vor einem weiteren Sturz kann den Alltag stark einschränken.

Betroffene bewegen sich dann immer weniger, vermeiden bestimmte Räume oder verlassen das Haus kaum noch. Eine Betreuungsperson kann im Alltag unterstützen, begleiten und zusätzliche Sicherheit geben.

Medikamente und Termine werden vergessen

Tabletten werden verwechselt, doppelt eingenommen oder ausgelassen. Arzttermine geraten in Vergessenheit, Anweisungen werden nicht mehr richtig verstanden oder können allein nicht umgesetzt werden.

Besonders wenn mehrere Medikamente eingenommen werden müssen, kann fehlende Übersicht zu einem ernsthaften Risiko werden.

Orientierung und Gedächtnis verändern sich

Vergesslichkeit allein bedeutet noch nicht, dass eine Betreuung rund um die Uhr erforderlich ist. Kritisch wird es, wenn sie die Sicherheit im Alltag beeinträchtigt.

Mögliche Anzeichen sind:

  • Herdplatten oder elektrische Geräte bleiben eingeschaltet.
  • Türen werden nicht abgeschlossen.
  • Die betroffene Person findet sich in vertrauter Umgebung nicht mehr zurecht.
  • Tag und Nacht werden verwechselt.
  • Rechnungen oder wichtige Angelegenheiten bleiben unerledigt.
  • Gefahrensituationen werden nicht mehr richtig eingeschätzt.

Gerade bei einer beginnenden oder fortschreitenden Demenzerkrankung kann eine vertraute Umgebung viel Sicherheit geben. Gleichzeitig muss gewährleistet sein, dass die Person dort nicht allein mit Risiken bleibt.

Die Nacht wird zum Problem

Der Betreuungsbedarf endet nicht immer am Abend. Manche Menschen benötigen Hilfe beim nächtlichen Toilettengang, sind unruhig, stehen häufig auf oder verlieren nachts die Orientierung.

Wenn Angehörige dauerhaft erreichbar sein oder regelmäßig vor Ort übernachten müssen, zeigt sich häufig, dass punktuelle Unterstützung nicht mehr genügt.

Einsamkeit und Rückzug nehmen zu

Betreuung bedeutet nicht nur Hilfe bei alltäglichen Aufgaben. Auch fehlende Ansprache und lange Phasen des Alleinseins können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.

Wenn ein Mensch kaum noch soziale Kontakte hat, das Haus nicht mehr allein verlassen kann oder zunehmend teilnahmslos wirkt, kann eine feste Bezugsperson wieder Struktur, Ansprache und Sicherheit in den Alltag bringen.

Angehörige erreichen ihre Belastungsgrenze

Viele Familien leisten über lange Zeit sehr viel. Sie organisieren Einkäufe, begleiten zu Terminen, übernehmen die Körperpflege, erledigen den Haushalt und sind telefonisch ständig erreichbar.

Oft geschieht das zusätzlich zu Beruf, eigener Familie und den persönlichen Verpflichtungen.

Eine 24-Stunden-Betreuung kann deshalb auch dann sinnvoll werden, wenn Angehörige die Versorgung theoretisch noch bewältigen könnten – praktisch aber ihre eigenen körperlichen und seelischen Grenzen erreichen.

Entlastung bedeutet nicht, einen geliebten Menschen im Stich zu lassen. Sie kann die Voraussetzung dafür sein, wieder Tochter, Sohn oder Partner sein zu können, anstatt beinahe ausschließlich die Betreuung zu übernehmen.

Betreuerin legt liebevoll den Arm um ältere Dame beim Spaziergang.

Wann reichen mobile Dienste oder Unterstützung durch die Familie nicht mehr aus?

Mobile Dienste sind eine wertvolle Unterstützung. Sie kommen jedoch meist zu festgelegten Zeiten und bleiben nur für einen begrenzten Zeitraum.

Eine 24-Stunden-Betreuung kann sinnvoller sein, wenn:

  • über den gesamten Tag verteilt Unterstützung benötigt wird,
  • Hilfe nicht zuverlässig planbar ist,
  • die betroffene Person zwischen den Besuchen nicht sicher allein bleiben kann,
  • regelmäßig Unterstützung am Morgen, am Abend oder in der Nacht notwendig ist,
  • Angehörige trotz mobiler Dienste ständig einspringen müssen,
  • neben praktischer Hilfe auch Anwesenheit, Begleitung und Tagesstruktur fehlen.

Entscheidend ist nicht nur, wie viele einzelne Tätigkeiten übernommen werden müssen. Entscheidend ist, ob zwischen diesen Tätigkeiten weiterhin Sicherheit besteht.

Muss erst etwas passieren?

Viele Familien beginnen erst nach einem Sturz, einem Krankenhausaufenthalt oder einer anderen akuten Situation, über eine Betreuung nachzudenken.

Doch eine gute Betreuungslösung muss nicht erst im Notfall entstehen.

Wer Veränderungen frühzeitig wahrnimmt, kann gemeinsam mit der betroffenen Person überlegen, welche Unterstützung sinnvoll ist. So bleibt mehr Zeit, Wünsche zu besprechen, eine passende Betreuungsperson auszuwählen und den Übergang behutsam zu gestalten.

Das ist besonders wichtig, weil die Entscheidung für Unterstützung leichter fällt, wenn Betroffene daran beteiligt werden und nicht das Gefühl bekommen, plötzlich übergangen zu werden.

Ist eine 24-Stunden-Betreuung nur dauerhaft möglich?

Nein. Auch nach einem Krankenhausaufenthalt, während der Genesung oder zur vorübergehenden Entlastung der Familie kann eine Betreuung zu Hause sinnvoll sein.

Ob eine langfristige oder zeitlich begrenzte Lösung benötigt wird, hängt von der persönlichen Situation, dem tatsächlichen Unterstützungsbedarf und den vorhandenen Möglichkeiten im familiären Umfeld ab.

Wann ist der richtige Zeitpunkt für ein erstes Gespräch?

Ein Beratungsgespräch ist nicht erst dann sinnvoll, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist.

Der richtige Zeitpunkt ist häufig schon dann gekommen, wenn Sie sich wiederholt fragen:

  • Kann unser Angehöriger noch sicher allein bleiben?
  • Was geschieht, wenn kurzfristig niemand aus der Familie kommen kann?
  • Reichen die bisherigen Hilfen noch aus?
  • Wie lange können wir diese Verantwortung selbst tragen?
  • Welche Form der Betreuung würde zur persönlichen Situation passen?

Diese Fragen bedeuten nicht automatisch, dass sofort eine 24-Stunden-Betreuung beginnen muss. Sie zeigen jedoch, dass es sinnvoll ist, die Situation ehrlich und ohne Zeitdruck einzuordnen.

Betreuung beginnt mit genauem Zuhören

Keine Familie und keine Betreuungssituation ist gleich. Deshalb beginnt eine gute 24-Stunden-Betreuung nicht mit einer schnellen Vermittlung, sondern mit einem persönlichen Gespräch.

Bei Team Eichmann steht der Mensch im Mittelpunkt. Wir betrachten den tatsächlichen Unterstützungsbedarf, die persönlichen Gewohnheiten und die Wünsche der betreuungsbedürftigen Person ebenso wie die Situation der Angehörigen.

Bei der Auswahl einer Betreuungsperson achten wir nicht nur auf fachliche Voraussetzungen. Auch persönliche Eignung, Empathie, Zuverlässigkeit und ein respektvoller Umgang sind entscheidend.

Unser Ziel ist eine Betreuung, die Sicherheit und Menschlichkeit miteinander verbindet – und es Menschen ermöglicht, in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben.

Sie sind unsicher, ob eine 24-Stunden-Betreuung bereits notwendig ist?

Wir nehmen uns Zeit, Ihre Situation gemeinsam mit Ihnen zu betrachten und die nächsten möglichen Schritte zu besprechen.

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Ein Augenblick der unser Herz berührt, geht nie verloren.
Waltraud Eichmann

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